Schwissel

Schwissel ist eine kleine ländliche Gemeinde, die im Winkel an der Trave und der Mözener Au liegt und südlich ans Bebenseer Moor grenzt.

Sie ist leicht zu finden, befindet sie sich doch unmittelbar an der A 21. Wald, Wildnis und naturschöne Niederungen bestimmen hier das landwirtschaftliche Bild.

Diverse frühzeitliche Urnenfunde gehören zur Geschichte dieses Ortes dazu. Im 19. Jahrhundert kam es einer Sensation gleich, als man auf ein gewaltiges Gräberfeld mit mehreren Tausend Urnen und schmückenden Trachtenteilen aus vorrömischer Eisenzeit stieß. Letztlich stellte sich heraus, dass es sich bei einem der Gräberfelder in Schwissel um den ältesten bekannten Frauenfriedhof überhaupt handelt.

Wie aus der Schulchronik zu entnehmen ist, wurde der Weg von Klein Gladebrügge über Schwissel, Bebensee nach Neversdorf im Jahre 1908/1909 zu einer Chaussee ausgebaut. Hierbei handelt es sich um die heutige Kreisstraße Nr. 12. Bei dem Ausbau dieser Straße wurden auf dem Urnenfriedhof zwischen Bebensee und Schwissel 100 Urnen gefunden, die dem Schleswig-Holsteinischen Museum Vaterländischer Altertümer in Kiel überliefert worden sind.

Die ersten Urnenfunde wurden bereits 1855 und später im Jahre 1874 und 1894 aufgezeichnet. Bei dem Bau der B 404 (jetzt A 21) wurde das gesamte Urnenfeld freigelegt. Insgesamt 2.500 Urnen befinden sich im Landesmuseum in Schleswig. In der Schwisseler Feldmark (Kamp) wurde auch ein altes Grab freigelegt, dessen Alter aufgrund der gefundenen Beigaben auf ca. 4.000 Jahre geschätzt wurde.

Die Gemeinde verfügt seit 1920 über eine zentrale Wasserversorgung, deren Leitungsnetz saniert wurde und durch den Bau eines neuen Brunnens und eines modernen Wasserwerkes den heutigen Anforderungen entspricht.

Das Gemeindewappen

In Silber unter einem erhöhten, schräglinken und schrägrechten blauen Wellenbalken ein grüner Hügel, darin eine goldene Urne.